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„Im Kollegium ist es leicht, es ist humorvoll, es ist fürsorglich.“

Als leitende Psychologin arbeitet Monique mit allen Fachbereichen der Klinik und mit vielen Stellen außerhalb zusammen. Sie erlebt das Arbeitsklima geprägt von Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft. Im Video beschreibt sie, was ihre Arbeit ausmacht.

 

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Kernaufgabe: Motivation zur Therapie

Weitere Straftaten verhindern und Rehabilitation ermöglichen

Als Psycholog:in im Maßregelvollzug ist es eine Ihrer Kernaufgaben, die Patient:innen zur Therapie zu motivieren. Denn diese sind nicht freiwillig, sondern aufgrund einer gerichtlichen Anordnung im Maßregelvollzug. Dabei sind Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt, um mögliche Widerstände abzubauen und eine gute professionelle Beziehung zu knüpfen.

Die Behandlungsdauer für die forensischen Patient:innen ist nicht so stark limitiert wie meist im psychiatrischen Kontext üblich. Dies kann dabei helfen, einen Einstieg in die Therapie zu ermöglichen und Patienten mit langfristig angelegten Hilfen zu erreichen, die sonst nicht möglich wären.

Verantwortung für Therapieprozess

Üblicherweise übernehmen Sie für eine bestimmte Anzahl von Patienten die Verantwortung für den Therapieprozess.  Ihr Tätigkeitsfeld umfasst dabei diagnostische, psychotherapeutische und prognostische Aufgaben.

Außerdem initiieren Sie die Teilnahme Ihrer Patienten an therapeutischen Schwerpunkt-Angeboten und beziehen die dort erzielten Ergebnisse in den Therapieprozess ein. Zu diesem Zweck halten Sie einen engen Kontakt zum multiprofessionellen Team und suchen den regelmäßigen Austausch mit den therapeutischen und pflegerischen Kolleg:innen.

Blick in eine Gesprächssotuation mit einer jungen Frau im Mittelpunkt, die lächeln zuhört.  (Bild: LWL/Wieland)

Individuelle Therapie

Um die Behandlung zielgerichtet planen zu können, erstellen Sie für jeden Ihrer Patienten ein individuelles Erklärungsmodell für dessen delinquentes Verhalten. Dieses sollte alle deliktrelevanten krankheits- und persönlichkeitsimmanenten sowie situativen Aspekte auch in ihren jeweiligen Wechselwirkungen umfassend beschreiben.

Mit den Patienten arbeiten Sie sowohl im einzel- als auch im gruppentherapeutischen Setting und wenden dabei unterschiedlichste störungs- oder deliktspezifische Behandlungsansätze an. Für die individuelle Kriminalprognose nutzen Sie standardisierte Prognose-Instrumente ebenso wie Gespräche und Akten-Informationen.

Zwei Männer und eine Frau stehen in einem Patientenzimmer und sprechen mit einem Mann. (Bild: LWL/Wieland)

Durch Therapie weitere Straftaten vermeiden

Der Behandlungsplan wird gemäß der gesetzlichen Vorgaben in NRW alle sechs Monate fortgeschrieben und der Entwicklung bzw. dem aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Zu Ihren Aufgaben gehört auch die Erstellung von prognostischen und Verlaufs-Stellungnahmen an die Strafvollstreckungskammern, die jährlich neu über die Fortdauer der Unterbringung zu entscheiden haben.

Bei der Behandlung im Maßregelvollzug steht die Gefährlichkeitsreduktion im Vordergrund. Ziel ist es, durch die Therapie Veränderungen zu bewirken, die weitere Straftaten verhindern und eine Rehabilitation des Patienten in die Gesellschaft ermöglichen.

Ein Mann erklärt einer Gruppe von Männern etwas an einem Flipchart. (Bild: LWL/Wieland)

Psychotherapeutische Ausbildung und Karriere

Für eine Tätigkeit im Maßregelvollzug ist mindestens ein Diplom- oder Masterabschluss in Psychologie erforderlich. Eine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten ist von Vorteil, wird jedoch auch als berufsbegleitende Weiterbildung von den Kliniken unterstützt. Psychologische Psychotherapeut:innen werden im LWL-Maßregelvollzug auch zur therapeutischen Leitung von Kliniken und Klinikbereichen  eingesetzt.

Relevantes kriminologisches und forensisches Wissen wird darüber hinaus durch mittlerweile etablierte postgraduale Weiterbildungscurricula wie das Masterstudium Rechtspsychologie oder die Weiterbildung zum Fachpsychologen für Rechtspsychologie angeboten.

Blick auf eine Teilnehmerin während eines Seminars. (Bild: LWL/Wieland)

Fragen und Fakten rund um den Job:

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Beschäftigte mit psychologischem Studienabschluss Diplom oder Master werden in die Entgeltgruppe 13 des Tarifsystems für den Öffentlichen Dienst (hier TVöD-K) eingruppiert. Sollten Sie eine weiterführende Ausbildung in Psychotherapie mit Approbation absolviert haben ist eine Eingruppierung in eine höhere Gehaltsgruppe vorgesehen. Je nach relevanter Berufserfahrung werden Sie innerhalb der Entgeltgruppe einer individuellen Erfahrungsstufe zugeordnet.

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Der LWL bezahlt für Sie (eigenanteilsfreie) Beiträge in eine betriebliche Altersversorgung und auch einen Zuschuss zu vermögenswirksamen Leistungen. Darüber hinaus erhalten Sie eine tarifliche Jahressonderzahlung (das so genannte Weihnachtsgeld). Darüber hinaus besteht tariflich die Möglichkeit, jährlich ein leistungsorientiertes Zusatzentgelt zu vereinbaren.

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Ausgebildete Psychologische Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen können bei entsprechender Qualifikation und Erfahrung einzelne Klinikbereiche therapeutisch leiten oder auch in die therapeutischen Direktion einer Maßregelvollzugsklinik berufen werden.

Grundsätzlich erhalten alle neuen Beschäftigten eine mehrtägige zentrale Basisschulung und sie werden in den Kliniken fachlich eingearbeitet. Darüber hinaus bieten die Kliniken innerbetriebliche fachspezifische Fortbildungen sowie klinikübergreifende Fort- und Weiterbildung über die LWL-eigene Akademie für Forensische Psychiatrie (AFoPs) mit entsprechender Zertifizierung. Auch externe Fort- und Weiterbildungen werden unterstützt. Diese werden je nach Vereinbarung und dienstlicher Notwendigkeit durch Kostenübernahme und Freistellungen vom Dienst gefördert.

Falls Sie die Ausbildung in Psychotherapie absolvieren möchten, bieten die meisten LWL-Maßregelvollzugskliniken Ihnen die Möglichkeit, die Weiterbildung berufsbegleitend zu absolvieren und dabei die erforderlichen Praxisstunden abzuleisten. Derzeit werden gemäß der nordrhein-westfälischen Psychotherapeutenkammer 1200 Praxisstunden im Maßregelvollzug anerkannt; in Kooperation mit benachbarten psychiatrischen LWL-Kliniken können dennoch an einigen Standorten alle 1800 abgeleistet werden. Auch eine weitergehende Förderung zum Beispiel durch Freistellung oder finanzielle Unterstützung ist möglich.

In einigen Maßregelvollzugskliniken erhalten Sie außerdem Unterstützung bei einer Weiterbildung zum forensischen Sachverständigen für strafrechtliche Begutachtung.

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Eine Vollzeitstelle als Psychologe bzw. Psychologin umfasst aktuell 38,5 Wochenarbeitsstunden. Eine Teilzeitbeschäftigung ist in aller Regel möglich. Üblicherweise gestalten Sie Ihre Arbeitszeit in einem Gleitzeitmodell mit Kernarbeitszeiten. Eingepasst in die Stationsabläufe vereinbaren Sie eigenständig Termine für Einzel- und Gruppentherapien mit ihren Patienten.

Ihre geleistete Arbeitszeit wird mit einem modernen elektronischen Zeiterfassungssystem festgehalten und Sie können Ihr persönliches Arbeitszeitkonto ständig webbasiert am Computer Ihres Arbeitsplatzes im Auge behalten.

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Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, zum Beispiel innerhalb des Psychologiestudiums ein mehrwöchiges Praktikum zu absolvieren. Auch Hospitationen zum Kennenlernen der Arbeit sind möglich.

Bitte wenden Sie sich an die Ansprechpersonen in den jeweiligen Kliniken

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Prinzipiell ist es möglich, neben Ihrer Arbeit im LWL-Maßregelvollzug einer Nebentätigkeit zum Beispiel als Gutachterin oder Dozent nachzugehen, soweit es Sie nicht in der Ausübung Ihrer hauptberuflichen Tätigkeit behindert. Sind Nebentätigkeiten mit hohem Aufwand verbunden, sollten sie in Absprache mit dem Arbeitgeber erfolgen.

Über die Schulter geschaut: Ärzt:innen und Psycholog:innen

Welche Aufgaben haben Ärzt:innen im LWL-Maßregelvollzug, welche Besonderheiten sehen sie in ihrer Arbeit und was schätzen sie daran? Drei Kolleg:innen aus dem psychologischen und medizinischen Dienst nehmen uns mit in ihre Arbeitswelt.

 

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