Sicherheit am Arbeitsplatz

Stimmen aus dem LWL-Maßregelvollzug. Das sagen Kolleginnen und Kollegen:

"Ich fühle mich hier sehr sicher"

"Thema Sicherheit schwingt immer mit"

"Wichtig ist, das eigene Handeln zu reflektieren."

Schutz der Beschäftigten von vornherein mitgedacht

Für manche vielleicht überraschend: Eine forensische Klinik ist im Vergleich zu vielen anderen psychiatrischen Einrichtungen ein außerordentlich sicherer Arbeitsplatz. Im LWL-Maßregelvollzug ist der Schutz der Beschäftigten von vornherein mitgedacht. Daher kommt es nur sehr selten zu Übergriffen. Sowohl baulich als auch technisch und organisatorisch sind vorbeugende Schutzmaßnahmen vorgesehen. Alle Beschäftigten werden darüber hinaus in Deeskalationstechniken geschult. Vor allem aber bildet die langfristig angelegte, fachgerechte Arbeit der verschiedenen Berufsgruppen und der umfassende Austausch untereinander einen großen Schutzfaktor.

Beziehungsaufbau mit Schutzwirkung

Der Aufbau einer guten professionellen Beziehung zu den Patienten entfaltet eine hohe Schutzwirkung, weil das Klinikpersonal seine Patienten gut kennt und entsprechend gut einschätzen kann. Dabei spielt auch die meist längere Unterbringungszeit eine große Rolle. Auf diese Weise können die Beschäftigten Warnsignale recht zuverlässig wahrnehmen und frühzeitig reagieren. Krisenhafte Situationen können in den allermeisten Fällen aufgefangen werden, bevor sie eskalieren.

Bauliche und technische Schutzvorkehrungen

Eine Maßregelvollzugsklinik ist von der technischen und baulichen Ausstattung nicht nur nach außen gesichert; auch im Innern sind vielfältige Vorkehrungen zum Schutz der Beschäftigten eingesetzt: So trägt jeder Mitarbeiter im Dienst ein Alarmgerät bei sich. Zimmertüren haben Sichtfenster und Flurabschnitte sind durch abschließbare Türen getrennt.

Sicherheitsbewusste Organisation von Abläufen

Zum Schutz der Beschäftigten sind viele Abläufe genau durchgeplant: So gehen Beschäftigte in manche Bereiche nur zu zweit, manche Patienten haben nur begleitete Einzelgespräche, manche Gegenstände dürfen Patienten nur unter Aufsicht benutzen. Den Weg zur Ergotherapie etwa gehen Patienten mit einer Begleitperson und anschließend werden sie auf heimlich eingesteckte Werkzeuge gescannt. Risikobehaftete Situationen werden somit schon vorbeugend vermieden.